Förderungen

Stärkung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Bund)

Am 1. Januar 2008 ist die neue Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt Icon externer Link  des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Kraft getreten. Die Maßnahmen bestehen aus Investitionszuschüssen, die über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA Icon externer Link) und den Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Icon externer Link) abgewickelt werden.

Eine neue Bonusförderung soll weitere Investitionsanreize schaffen, indem sie besonders innovative und hocheffiziente Lösungen zusätzlich unterstützt. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, freiberuflich Tätige, kleine und mittlere Unternehmen, Unternehmen mit mehrheitlicher kommunaler Beteiligung und gemeinnützige Investoren. Geldmittel werden auch Großunternehmen für besonders förderwürdige Maßnahmen wie Tiefengeothermie, große Solaranlagen oder Nahwärmenetze zur Verfügung gestellt.  

Die Zuschüsse gliedern sich in Projekte der:

  • Tiefengeothermie
  • Oberflächennahen Geothermie / Wärmepumpen

Tiefengeothermie

Über die KfW sind förderfähig:

  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie (mehr als 400 m Bohrtiefe) mit folgenden Instrumenten:
    • Tilgungszuschuss für Anlagen für die thermische Nutzung ohne Übernahme des Bohr- und Fündigkeitsrisikos;
    • Tilgungszuschuss für Bohrkosten;
    • anteilige Übernahme des Fündigkeitsrisikos.
  • Nahwärmenetze die aus erneuerbaren Energien gespeist werden.
  • Besonders innovative Technologien der Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien; z.B. Wärmespeicher mit mehr als 20m³ Speichervolumen.

Zuschüsse für Wärmepumpen

Bei der BAFA lassen sich einmalige Investitionszuschüsse beantragen. Diese umfassen eine Basisförderung für Wärmepumpen, Solaranlagen und Biomasseanlagen sowie die Bonusförderung . Ob eine Maßnahme unterstützt wird, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Bei Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen ist der Nachweis von Jahresarbeitszahlen von 3,8, für Luft/Wasser-Wärmepumpen von 3,5 erforderlich.

Anlagen in Neubauten sind nicht förderfähig.

Basisförderung für Wärmepumpenanlagen zur Heizwärmeerzeugung und Warmwasserbereitung im Gebäudebestand:

  • Sole/Wasser und Wasser/Wasser: Förderbetrag 2.400 € zzgl. Anteil über Nennwärmeleistung der Anlage
    • 10 bis 20 kW, 120 €/kW Nennwärmeleistung
    • 20 bis 100 kW, 100 €/kW Nennwärmeleistung udn mindestens 1.200 €
  • Luft/Wasser: Förderbetrag pauschal 900 €, für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von 20 bis 100 kW pauschal 1.200 €

Bonusförderung für Kombination mit Solarkollektoranlagen

  • bis 31.12.2011: 600 €
  • ab 01.01.2012: 500€

Detaillierte Übersicht Icon externer Link

Solarkollektoranlagen (BAFA-Zuschüsse)

1) Effizienzbonus

für Solaranlagen in Gebäuden mit hohem Dammstandard.

Stufe 1: Baujahr < 1994 wie EnEV-Standard, Baujahr > 1995 30% unter EnEV (maßgebend ist der Transmissionsverlust)

Stufe 2: Baujahr < 1994 30% unter EnEV, Baujahr > 1995 35% unter EnEV. (maßgebend ist der Transmissionsverlust)

2) Kombinationsbonus

Bei gleichzeitigem Einbau einer (effizienten Wärmepumpe), eines Biomassekessels oder Ersatz eines veralteten Kessels durch Öl-/Gas-Brennwertsytem.

3) Anlagenkombinationen

Kombianlagen müssen bei Flachkollektoren mind. 9 qm, bei Röhrenkollektoren mind. 7 qm Fläche haben und einen Pufferspeicher von 40 l/qm Kollektorflächen (Flachkollektor) bzw. 50 l/qm Kollektorflächen (Röhrenkollektor).

Zusätzliche Information

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