FAQ

Wie viele Sonden benötige ich für ein Einfamilienhaus?

Die benötigte Anzahl an Erdwärmesonden ist u.a. abhängig von der benötigten Wärmezufuhr zum entsprechenden Objekt und von den geophysikalischen Gegebenheiten des Untergrundes.

Die benötigte Wärmezufuhr (Heizleistung) wird aus den geometrischen Größen (z.B. Fassaden-, Dach-, Fensterfläche), Materialkennwerten (U-Wert für die Dämmeigenschaften) und Vorgaben (Raumtemperaturen etc.) eines Projektes berechnet. Dahingegen liegen die geophysikalischen Gegebenheiten fest. Hierbei spielt die Wärmeleitfähigkeit des Gesteins eine wesentliche Rolle. Sie bestimmt wie viel Energie dem Boden nachhaltig entzogen werden kann.

Es wird sehr schnell deutlich, dass aufgrund der verschiedenen Kenngrößen eine pauschale Aussage über die Sondenanzahl eines mit Geothermie zu beheizenden Gebäudes nicht zu treffen ist.

Exemplarisch sei hier ein Einfamilienhaus erwähnt mit einer benötigten Heizleistung von 12  kW. Es wird durch eine Wärmepumpe mit einer Leistungszahl von 4 versorgt und dem Boden können 55 W/m (Watt je Meter Sondenlänge) entzogen werden. Daraus ergeben sich folgende Größen:

elektrische Antriebsenergie der Wärmepume:   12 kW / 4 = 3 kW
geothermisch bereitzustellende Energie:           12 kW / (4-1)  = 9 kW
benötigten Sondenlänge:                                 9 kW / 55 W/m =  164m
mgl. Sondenkonfiguration:                               1 Sonde zu 164 m *)        
                                                                     2 Sonden zu je 82 m
                                                                     4 Sonden zu je 41 m
                                                                        …

*) Bei Sondentiefen von größer 100 m muss eine bergrechtliche Genehmigung zur Nutzung der Erdwärme eingeholt werden.

Die Sondenanzahl ist also auch von der gewählten und möglichen Tiefe der Bohrungen abhängig.

Einen interaktiven Rechner zu dieser Thematik bietet die Homepage www.heizung-waermepumpe.de Icon externer Link

Realisierte Projekte  Icon externer Linkveranschaulichen die gängigen Lösungen bzgl. der Sondenanzahl.

 

 

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