Nordkoreanischer Atomtest auch in Bochum gemessen

Seismische Wellen am GeothermieZentrum Bochum (GZB) registriert

Weltweit haben Seismologen am 3.9.2017 um 03:30 Uhr Weltzeit (12:00 Uhr Ortszeit, 05:30 Uhr MESZ) die sechste Erschütterung unter einem Berg bei Punggye-ri - dem Kernwaffentestgebiet von Nordkorea - aufgezeichnet. Die seismischen Signale wurden ca. 12 Min. später auch am GeothermieZentrum Bochum (GZB) registriert - ebenso wie auch u.a. vom GeoForschungsZentrum in Potsdam und vom Schweizerischen Erdbebendienst.

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[Bild: Seismologische Aufzeichnung des GZB vom nordkoreanischen Kernwaffentest am 3.9.2017. Das Gerät zeigt die Bodengeschwindigkeiten in mm/s, die Spitze liegt bei ca. 0.0027 mm/s und das Tal bei ca. -0.0038 mm/s.]

Das Seismometer ("Trillium Compact Posthole" in Verbindung mit dem Datenaufzeichner "Summit M Vipa" von der DMT) im Gebäude G3 dient eigentlich dazu, das Rauschen des Untergrundes im Bereich der Hochschule Bochum zu registrieren. Seismisches Rauschen sind die Bodenbewegungen, die ständig vorhanden sind und z.B. durch Straßenverkehr entstehen.

"Es ist beachtlich, dass das GZB den Kernwaffentest mit den Geräten aufzeichnen konnte, ist doch das Seismometer ursprünglich nicht dafür positioniert, Erdbeben oder gar Kernwaffentests auf der anderen Seite der Erde zu dokumentieren", sagt Prof. Dr. Erik Saenger, Geophysiker am GZB.

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