Geothermie
Der Begriff Geothermie leitet sich vom griechischen „geo“ = Erde und „therme“= Wärme ab und bedeutet übersetzt „Erdwärme“.
Definition nach VDI 1998:
„Geothermische Energie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie
unterhalb der festen Oberfläche der Erde, Synonym: Erdwärme“
Diese Energie besteht etwa zu 30 Prozent aus Restwärme, die durch die Entstehung der Erde verursacht wurde. Die Restwärme entwickelte sich aus der umgewandelten kinetischen Energie, die durch Anlagerung von Materie vor ca. 5 Mrd. Jahren entstand. Das Gestein hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit inne. Dadurch wurde und wird die Restwärme gespeichert. Zirka Siebzig Prozent der Erdwärme entsteht durch radioaktiven Zerfall aus den Isotopen Kalium 40, Uran 235 und U 238 sowie Thorium 232. Dieser radioaktive Zerfall verursacht kontinuierlich Wärme, welche durch das Gestein gespeichert wird.
Die Temperatur dicht unter der Erdoberfläche beträgt im Mittel etwa 10°C und nimmt zum Erdinneren hin um etwa 3°C pro 100 m Tiefe zu.
Die Erdwärme ist keine regenerative Energieform, da sie sich nicht erneuert. Ihr Potential wird aber noch für Jahrmillionen nutzbar sein, somit ist sie nach menschlichen Maßstäben eine regenerative Energiequelle.
Der wesentliche Vorteil der Geothermie gegenüber den anderen erneuerbaren Energieträgern ist die Grundlastfähigkeit. Erdwärme ist jahreszeitenunabhängig verfügbar und wird mit sehr unterschiedlichen technischen Verfahren gewonnen. Diese als Geothermie bezeichnete Energieform ist besonders klimaschonend. Sie zeichnet sich je nach Anwendung durch ein sehr günstiges Verhältnis von benötigter Primärenergie zu nutzbarer Endenergie aus.




