Convoi géothermique Brandenburg (Obtention d'électricité géothermique au moyen d'un haut potentiel technique)

PROJEKTBETEILIGTE:

GeothermieZentrumBochum
Hochtief Construction AG Energy Europe

PROJEKTZEITRAUM:

Februar 2006 - Juli 2006

AUFTRAGGEBER:

ENRO AG

PROJETKREALISIERUNG:

2006 - 2009

Das Energieversorgungsunternehmen ENRO AG aus Essen plant im brandenburgischen Finowfurt den Bau eines geothermischen 25 MWel-Kraftwerksparks. Das verfahrenstechnische Konzept sieht eine Wärme- und Stromproduktion auf Basis der HFR-Technologie („hot fractured rock“) vor. Hierzu soll das am Kraftwerksstandort in Tiefen von ca. 5.000 m vorhandene heiße Vulkanit-Gestein (Temp. >150 °C) als untertägiger Wärmetauscher genutzt werden. Um für den Kraftwerksbetrieb ausreichend große Volumenströme zirkulieren zu können, muss das Vulkanit-Gestein  zunächst hydraulisch aufgebrochen werden („Frac-Technik“).

Der erste 2,5 MWel-Kraftwerksblock soll Ende 2007 fertig gestellt sein. Der untertägige Anlagenteil wird aus einer Triplette bestehen, d.h. zwei Produktionsbohrungen zur Förderung des erhitzten Tiefenwassers und einer Injektionsbohrung zum Verpressen des nach der Stromerzeugung abgekühlten Wassers.

Der weitere Kapazitätsausbau erfolgt dann gemäß dem sog. „Konvoi-Prinzip“. Darunter ist die sukzessive Erweiterung des Kraftwerkparks um insgesamt drei Standardkraftwerke („Cluster“) zu verstehen. Jeder dieser Cluster mit einer Leistung von 7,5 MWel besteht aus drei Kraftwerksblöcken und erfordert somit insgesamt 9 Tiefbohrungen.

Die Geologie des geplanten Kraftwerksstandortes ist aufgrund früherer intensiver Öl- und Gasexplorationsaktivitäten sowie durch Untersuchungen im Bereich des benachbarten Geothermielabors Groß Schönebeck des GFZ Potsdam relativ gut bekannt. Demnach ist der Standort Finowfurt für dieses Kraftwerksprojekt insofern besonders geeignet, als dass in diesem Gebiet die für die geothermische Stromerzeugung nutzbaren geologischen Formationen nachweislich großräumig und vergleichsweise homogen verbreitet sind. Um diese vorhandenen geothermischen Ressourcen industriell nutzen zu können, wurde durch die ENRO GeothermieEntwicklung GmbH ein ca. 230 km² großes bergrechtliches Erlaub-nisfeld beantragt.

Das GZB wurde für dieses Projekt mit der wissenschaftlich-technischen Begleitforschung beauftragt.

Zusätzliche Information

Schemata Kraftwerk

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