Alimentation en énergie géothermique de la région en projet "Hattingen-Südstadt"

PROJEKTBETEILIGTE:

Prof. Dr. R. Bracke
Prof. Dr. M. Brodmann
Prof. Dr. C. Clauser
Prof. Dr. G. Höfker
Dipl.-Ing. K. Winkler
DIpl.-Geophys. G. Bussmann
Dipl.-Geophys. R. Weidler

PROJEKTZEITRAUM:

November 2005 bis Oktober 2006

AUFTRAGGEBER:

HWG Hattinger Wohnstätten eG

PROJEKTREALISIERUNG:

Herbst 2006

Die Hattinger Wohnungsbaugesellschaft (HWG) plant gemeinsam mit der Stadt Hattingen eine grundsätzliche Neuausrichtung des städtebaulichen Kleinods Stüdstadt - einer in den 50er und 60 er Jahren entstandenen Siedlung mit etwa 1.200 Wohneinheiten. Die vorgesehene Umgestaltung umfasst neben dem Neubau von Gebäuden mit barrierefreien Wohnungen auch umfassende Veränderungen der Grundrisse un der Ausstattung des vorhandenen Wohnungsbestandes sowie eine Modernisierung der Infrastruktur. So erfüllen bspw. die bestehenden Heizungsanlagen nicht mehr die heutigen Anforderungen an Komfort, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz und sollen daher durch ein zukunftsfähiges Wärmeversorgungskonzept ersetzt werden.

 

In diesem Zusammenhang wurde das GeothermieZentrumBochum von der HWG beauftrag, verschiedene Optionen für eine geothermische Energieversorgung der Südstadt zu entwickeln und im Rahmen einer Machbarkeitsstudie auf ihre technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit zu prüfen. Die Machbarkeitsstudie gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil der Studie werden mehrere Varianten einer geothermischen Wärme- und Kälteversorgung der Hattinger Südstadt betrachtet. Untersucht werden die geologischen, bohr- und gebäudetechnischen Randbedingungen für verschiedene Einlochbohranlagen unterschiedlicher Tiefen zwischen 400 und ca. 3500 m (geschlossene Erdwärmesonden oder gebirgsoffene Systeme auf Basis einzelner Bohrlöcher). Wesentliche Arbeitsinhalte der Studie sind Software-gestütze dynamische Simulationen der Energieerschliessung und -speicherung in Abhängigkeit vom Wärme- und Kältebedarf des modernisierten Gebäudebestandes sowie der Energieverteilung in den benötigten Niedertemperaturwärme- und Kältenetzen. Im Teil 2 der Machbarkeitsstudie erfolgt eine Abschätzung der grundsätzlichen Eignung des Standortes Hattingen für eine stimulierte geothermische Großanlage zur Wärmenutzung. Analysiert wird hier u.a. das Potenzial für eine geothermische Wärmeerzeugung im HFR-Verfahren ("hot fractured rock"). Hierbei wird in großen Tiefen vorhandenes heißes aber trockenes Gestein als großvolumiger untertägiger Wärmetauscher genutzt, nachdem es über Bohrungen erschlossenen und anschließend hydraulisch aufgebrochen wurde.

Zusätzliche Information

Stadtumbaukonzept „Südstadt“ der HWG - Hattinger Wohnstätten und der Stadt Hattingen
Geologischer Schnitt für den Standort Hattingen Auszug aus: Geologische Karte Nordrhein-Westfalen, 1:25.000 Blatt 4509 Bochum. Geologischer Dienst NRW, Krefeld, 1988