Alimentation en énergei géothermique de la région en développement Phoenix-See à Dortmund

PROJEKTBETEILIGTE:

Prof. Dr. R. Bracke
Prof. Dr. C. Clauser
Prof. Dr. T. Rüde
Dipl.-Geophys. G. Bussmann
Dr. R. Pechnig

PROJEKTZEITRAUM:

Juli 2005 bis April 2006

AUFTRAGGEBER:

Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH

Im Stadtgebiet Dortmund-Hörde wird seitens der Stadt Dortmund derzeitig die Revitalisierung der beiden stillgelegten Werksflächen des Stahlwerkes Hermanns-hütte in Hörde als integriertes Gesamtprojekt entwickelt. Kernstück des östlichen ca. 96 ha großen Teilbereiches ist der geplante Phoenix-See mit zahlreichen wasser- und freizeitbezogenen Nutzungen. Rund um dieses 25 ha große Gewässer entstehen Flächen für attraktives Wohnen am Wasser, Büro- und Dienstleistungsbetriebe und freizeitorientierte Nutzungen - Hotel- und Gastronomiebetriebe. Es sollen zwischen 900 und 1300 Wohneinheiten erstellt werden, die in Form von Mehrfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern sowie freistehenden Einfamilienhäusern realisiert werden. Im westlichen Teil des Plangebietes sind auf 5 ha Grundfläche Gewerbe- und öffentliche Bauten geplant. Die Standortentwicklung Phoenix See erfolgt in Trägerschaft der Dortmunder Stadtwerke. Das GeothermieZentrum wurde mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur geothermischen Gebietsversorgung beauftragt. Ziel ist die dynamische Simulation in Abhängigkeit von den „untertägigen“ geophysikalischen und geologischen Standortverhältnissen sowie den städtebaulichen, bauphysikalischen sowie versorgungstechnischen Randbedingungen.

Zunächst erfolgte eine Auswertung der geologischen Karten und bestehender Bohrungen, Gewinnung von Bohrkernen an relevanten Aufschlüssen und die Bestimmung der thermophysikalischen Gesteinseigenschaften. Auf dieser Datenbasis werden anschließend geothermische Simulationsrechnungen für zwei oberflächennahe Erdwärmesysteme (250 m und 500 m) und zwei tiefe Geothermieanlagen (1000 m und 2300 m) für unterschiedliche Nutzungsszenarien durchgeführt. Die ermittelten Entzugsleistungen gehen als Grundlage in die Auslegung der geothermischen Anlagen in Abhängigkeit von dem gebäudeseitigen Energiebedarf und die darauf aufbauenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ein. Aufgrund der dokumentierten intensiven Bergbauaktivitäten am Standort werden im Rahmen der Studie darüber hinaus die möglichen Auswirkungen auf die unterirdischen geothermischen Anlagenteile betrachtet.

Zusätzliche Information

Konzept Phoenix-See
Simulationsergebnis einer 1000 m tiefen Erdwärmesonde; Zeitraum: 6 Monate; Pumprate: 8 m³/h; Laufzeit: 1944 h/a; Thermische Leistung: 75 KW