Développement du champ géothermique "Nordlicht"

PROJEKTBETEILIGTE:

Prof. Dr. R. Bracke
Prof. Dr. C. Clauser
Dipl.-Ing. K. Winkler
Dr. R. Pechnig

PROJEKTZEITRAUM:

1. Phase:
Juli 2004 bis November 2004
2. Phase:
Juli 2005 bis Oktober 2006

AUFTRAGGEBER:

GEBIG Immobilien- und Projektentwicklung GmbH

Der Rat der Stadt Bottrop hat im Oktober 2005 die Offenlegung des Bebauungsplanes 48 Schultenkamp im Stadtteil Kirchhellen beschlossen. Auf einer Fläche von ca. 25 ha entstehen etwa 600 Wohneinheiten die in Form von Mehrfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern sowie freistehenden Einfamilienhäusern realisiert werden. Ebenso befinden sich Objekte zur Gebietsversorgung (Einkaufszentrum, Jugendbegegnungsstätte etc.) in Planung. Die Wohnbaugebiete sollen in mehreren Teilabschnitten, in zeitlicher Abfolge innerhalb der nächsten 10 Jahre, entwickelt werden. Mit dem Beschluss der Stadt Bottrop wird deutschlandweit erstmalig die geothermische Energieversorgung in der Bauleitplanung verankert. Im Rahmen einer Studie untersuchte das GeothermieZentrum die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der geothermischen Energieversorgung des Plangebietes. Dynamische Simulationen verknüpften die Aspekte der thermischen Bauphysik, der Versorgungs- und Gebäudetechnik, der Nahwärmenetze und der Geophysik unmittelbar miteinander. Um ein Energieversorgungs- konzept hinsichtlich der Projektentwicklung möglichst praktikabel zu gestalten, wurde ein „mitwachsendes“ Wärmenetz für Baugruppen von je 5 Wohneinheiten gewählt. Zur Glättung der entstehenden Lastkurven wurde eine Kombination der geothermischen Anlagenteile mit Langzeit-Wärmespeichern und unterschiedlicher gebäudetech-nischer Ausrüstung (z.B. mit/ohne Lüftungsanlage, mit/ohne thermisch aktivierte Bauteile) simuliert. Die Baugruppen lassen sich in beliebiger Größe miteinander verknüpfen. Die geothermischen Entzugssimulationen wurden für zwei oberflächennahe Erdwärmesysteme (250 m und 400 m) und zwei tiefe Geothermieanlagen (1.000 m und 2.300 m) durchgeführt. Die Simulationsergebnisse lieferten wichtige Informationen zur Bestimmung des Verhältnisses zwischen geothermischer Energiebereitstellung und gebäudeseitigem Energiebedarf sowie die darauf aufbauenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

Wissenschaftliche Arbeiten zum Thema

Zusätzliche Information

Planungsstatistik:
Wohnbebauung 13,4ha
Verkehrsflächen 5,5ha
Öffentl. Grünflächen 4,7ha
Mischgebietsfläche 0,6ha
Ergebnisse der thermischen Gebäudesimulation für 5 Reihenhäuser. 3 Häuser mit Fußbodenheizung (FBH) und Fensterlüftung; 1 Haus mit FBH und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG); 1 Haus mit thermisch aktivierten Betondecken, Lüftungsanlage mit WRG


Simulationsergebnis einer 2300 m tiefen Erdwärmesonde Zeitraum: 6 Monate; Pumprate: 8 m³/h; Laufzeit: 8 h/d;