Forschungsverbund Geothermie
Public-Private-Partnership zur Förderung der Geothermieforschung
Der Forschungsverbund Geothermie ist eine gemeinsame Initiative von öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft in NRW. Der Verbund verfolgt das Ziel einer geothermischen Energieversorgung in Abhängigkeit vom variierenden Wärme- und Kältebedarf großer Plangebiete. Dabei sollen die komplexen planungstechnischen und verwaltungsrechtlichen Zusammenhänge von geothermischen Großprojekten erkundet, vereinfacht und anhand von kommunalen Handlungsleitfäden dokumentiert werden.
Hier gilt es die Belange der Stadtentwicklung beim
- Planungs-,
- Bau-,
- Umwelt- und
- Bergrecht
aufeinander abzustimmen.
Zugleich sind die vielfältigen Planungsaspekte von Architektur, Geowissenschaften, Versorgungs- und Gebäudetechnik, Bohrtechnik und handwerklicher Ausführung miteinander zu verknüpfen. Im Ballungsraum Ruhrgebiet sollen zudem die warmen Grubenwässer und die untertägigen Infrastrukturen des Steinkohlebergbaus in die städtebaulichen Entwicklungsvorhaben eingebunden werden.
Da die zunächst höheren Investitionskosten einer Geothermieanlage im Vergleich zu konventioneller Heiztechnik a) für viele Bauherren im Rahmen der Baufinanzierung oft nicht darstellbar sind und b) für viele Energieversorger unbekanntes Terrain darstellen, sollen die Leitprojekte auch den Weg in eine großtechnische und wirtschaftliche Nutzung von Erdwärme aufzeigen.
Zur Umsetzung dieser Ziele wurde vom Forschungsverbund Geothermie unter Federführung des GeothermieZentrums das städtebauliche Versorgungsprojekt Geothermie 2010 initiiert.
Bis zum Jahr 2010 soll für mindestens 10 städtebauliche Leitprojekte in NRW eine geothermische Versorgung auf Machbarkeit hin überprüft werden, hinsichtlich
- kommunaler Planungsprozesse,
- technischer Machbarkeit,
- und wirtschaftlicher Realisierbarkeit.
Folgende Leitprojekte wurden bisher gestartet:
B-Plangebiet „Am Schultenkamp“ (Nordlicht-Projekt)

Als erste deutsche Kommune hat die Stadt Bottrop in diesem Bebauungsplan (ca. 25 ha Wohngebiet) eine geothermische Versorgung festgeschrieben. Der Planungsprozess erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Stadtplanungsausschuß, kommunalen Fachämtern, Bergaufsichtsbehörde, Projektentwicklern und Energieversorgern. Projektseite
Stadtentwicklung „Phoenix-See“ in Dortmund

Das Zukunftskonzept Phoenix-See ist das wohl größte Stadtentwicklungsprojekt in NRW. Für 1200 Wohneinheiten sowie dem neuen Stadtzentrum Dortmund-Hörde wird ein geothermisch versorgtes Nahwärmenetz mit Wärmepumpenunterstützung konzipiert. Projektseite
Stadterneuerung Hattingen Südstadt

Anlässlich einer städtebaulichen Neuausrichtung der Hattinger Südstadt wird eine Machbarkeitsstudie zur geothermischen Wärme- und Kälteversorgung der rund 1.200 Wohneinheiten, die meist aus den 50er und 60er Jahren stammen, erarbeitet. Projektseite








