Schüler studieren Geothermie an der Hochschule
Das Internationale Geothermiezentrum (GZB) an der Hochschule Bochum hat zusammen mit dem Innovationszentrum Schule-Technik.Bochum.NRW. die Technik und Physik Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 an die HS Bo eingeladen, die momentan das Themenfeld „Energie 2050“ im Unterricht behandeln.
Wie warm ist es unter Bochum? Warum braucht man eine Wärmepumpe? Kühlt die Erde nicht ab? Wie bekomme ich die Wärme aus der Erde. Diese Fragen standen heute Vormittag auf dem Stundenplan. Unterrichtet wurde allerdings nicht in der Schule, sondern an der Hochschule. Und auch die Lehrer saßen mit auf der Schulbank, während Holger Born- Mitarbeiter beim GZB – Licht ins Dunkel der Geothermie brachte.
Der Austausch mit den Bochumer Wissenschaftlern ermöglicht den Oberstufenschülern nicht nur erste Einblicke in den Hochschulalltag, sondern kann den Unterricht mit praktischem Wissen und Input anreichern, der nur an der Schule gar nicht geleistet werden kann.
Geothermie – eine der erneuerbaren Energiequellen – ist dabei eine facettenreiche Technik. Neben den theoretischen Potentialen der Geothermie zur Energieversorgung der Zukunft, wurde ganz konkret gezeigt welche Techniken notwendig sind, um die Geothermie nutzen zu können.
Höhepunkt des Besuches an der Hochschule war sicherlich die Besichtigung der Bohranlage, die die Hochschule und das GZB jüngst zum wissenschaftlichen Bohren angeschafft haben. Zwar durften die Schüler nicht selber in die Tiefe bohren, wissen jetzt aber wie warm es in unter unseren Füßen ist.
Nicht zuletzt informierte die Hochschule Bochum natürlich auch über ihr Studienangebot. Der Masterstudiengang „geothermische Energiesysteme“ – eine Vertiefungsmöglichkeit für den Master der Bauingenieure - ist deutschlandweit einmalig. 3 Semester beschäftigen sich die Studierenden mit allen Frage- und Themenstellungen rund um die Geothermie.
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Das Internationale Geothermiezentrum (GZB), gegründet 2006, ist eine Verbundforschungseinrichtung der Wissenschaft und der Wirtschaft. Angesiedelt an der Hochschule Bochum stellen die RWTH in Aachen, die FH Gelsenkirchen und die Hochschule OWL die weiteren universitären Träger. Hinzu kommen assoziierte Universitäten aus Chile, Neuseeland, Kroatien, Griechenland und der Türkei. Neben weiteren Institutionen Öffentlichen Rechts (EnergieAgentur NRW, Bezirksregierung Arnsberg, Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr GmbH, Stadt Bochum und der IHK Mittleres Ruhrgebiet) sind über 25 Firmen der Geothermiebranche aktive Partner des GZB. Das Internationale Geothermiezentrum ist seit Anfang 2011 Sitz des geothermischen Weltverbandes IGA (International Geothermal Association) mit über 5.000 Mitgliedern aus fast 70 Ländern.
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Fehlende Technikakzeptanz und fehlender Nachwuchs in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, aber auch in höher qualifizierten technischen Ausbildungsberufen gehören zu den Faktoren, die die Sicherung des Standortes Deutschland und NRW in zunehmendem Maße gefährden.
Um dem entgegen zu wirken, ermöglicht das Innovationszentrum Schule-Technik.Bochum.NRW in einem weit angelegten Verbund aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Hochschulen und Schulen technische Bildung für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Mittleren Ruhrgebiet.
Ein enger Kontakt zu aktueller Wissenschaft und die unmittelbare Praxisorientierung durch Einbeziehen des Expertenwissens Bochumer Technologieunternehmen ist dabei ein herausragendes Merkmal.




