120 Experten diskutieren die Zukunft der Geothermie in NRW

Meldung vom 07.10.11

Begrüßungsworte zur Eröffnung der 7. NRW-Geothermiekonferenz von Leonhard Thien

Teilnehmer der Podiumsdiskussion - Dr. Helmut Hoffmann aus dem Rhein-Sieg-Kreis, Staatsekretär im Klimaschutzministerium Udo Paschedag, Moderator Prof. Rolf Bracke als Direktor des GZB, Dirk Jansen (Geschäftsführer NRW des BUND) und Ingo Schäfer vom Geologischen Dienst NRW.

Über 120 Experten trafen sich in der Blue Box der Hochschule Bochum zur 7. NRW Geothermiekonferenz. Seit 2005 organisieren das Internationale Geothermiezentrum aus Bochum (GZB) und das Netzwerk Geothermie der Energieagentur NRW gemeinsam die Fachkonferenz, um die klimaschonende Technologie weiter voranzubringen und den fachlichen Austausch zu unterstützen.

Vormittags befassten sich die Teilnehmer mit den Potentialen der Tiefen Geothermie. Strom und Wärme aus Tiefen von mehr als 4.000m ist auch für NRW eine Option für die Zukunft. Neben den finanziellen Aspekten der Tiefen Geothermie, wurde auch darüber referiert in wie weit Geothermie auch städtebaulichen Aspekten genügt. Herr Dr. Kratzsch, Stadtbaurat der Stadt Bochum, zeigte die Vision und die Erfordernisse der „Stadt der Zukunft“ auf.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion – Staatsekretär im Klimaschutzministerium Udo Paschedag, Ingo Schäfer vom Geologischen Dienst NRW, Dr. Helmut  Hoffmann aus dem Rhein-Sieg-Kreis und Dirk Jansen, Geschäftsführer NRW des BUND - , die von Prof. Rolf Bracke, dem Direktor des GZB,  moderiert wurde, waren sich prinzipiell einig, dass für die aufwändigeren Projekte in diesem Bereich eine intensive und aktive Bürgerbeteiligung unbedingt erforderlich ist.

Nachmittags standen konkrete Best-Practice-Beispiel der oberflächennahen Geothermie im Fokus. Längst bietet Geothermie nicht mehr nur eine Möglichkeiten für die Beheizung des klassischen Einfamilienhauses. Vorgestellt und diskutiert wurden verschiedene erfolgreiche Projekte -  vom ganzen Stadtquartier in Düsseldorf, wo gleichzeitig Sonnenenergie mit integriert wird, über den Neubau der FH Bielefeld bis zur Nutzung von Abwärme aus Kanälen im Bochumer Nordwestbad.

Hier zeigte sich, die große Vielfalt der verschiedenen Nutzungen, die alle auch wirtschaftlich auf dem Markt bestehen können.

---------------------------------------------------------------

Das Internationale Geothermiezentrum (GZB)

Das GZB, gegründet 2006, ist eine Verbundforschungseinrichtung der Wissenschaft und der Wirtschaft. Angesiedelt an der Hochschule Bochum stellen die RWTH in Aachen, die FH Gelsenkirchen und die Hochschule OWL die weiteren universitären Träger. Hinzu kommen assoziierte Universitäten aus Chile, Neuseeland, Kroatien, Griechenland und der Türkei. Neben weiteren Institutionen Öffentlichen Rechts (EnergieAgentur NRW, Bezirksregierung Arnsberg, Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr GmbH, Stadt Bochum und der IHK Mittleres Ruhrgebiet) sind über 25 Firmen der Geothermiebranche aktive Partner des GZB. Das Internationale Geothermiezentrum ist seit Anfang 2011 Sitz des geothermischen Weltverbandes IGA (International Geothermal Association) mit über 5000 Mitgliedern aus fast 70 Ländern sowie des Internationalen Büros des Bundesverbandes Geothermie.

---------------------------------------------------------------

Netzwerk Geothermie NRW

Im "Netzwerk Geothermie NRW" werden die Aktivitäten zum Thema Geothermie in Nordrhein-Westfalen gebündelt. Das Netzwerk Geothermie ist eingebunden in die Struktur des Energiewirtschaftsclusters EnergieRegion.NRW. Die bestehende Arbeitsgruppe Geothermie mit ca. 700 Mitgliedern und das Büro für Geothermie, eine Kooperation mit dem Geothermiezentrum Bochum (GZB), der Stadt Bochum, der Hochschule Bochum und der Wirtschaftsförderung metropoleruhr, bilden die Basis für die Aktivitäten des Netzwerkes Geothermie

0234 32-14070, thien@we dont want spamno spam pleaseenergieagentur.nrw.de


Zusätzliche Information

Jetzt bookmarken

google.comlive.comdigg.comMister Wong